Gebäudebewertung in aspern Seestadt

Seit der Abwicklung des 1. Bauträgerwettbewerbs werden alle Gebäude in aspern Seestadt nach den Kriterien der ÖGNB (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) bewertet und qualitätsgesichert. In der Einführungsphase mussten im Rahmen des 1. Bauträgerwettbewerbs 750 von 1.000 möglichen ÖGNB-Qualitätspunkten umgesetzt werden. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen liegt der aktuelle Zielwert bei mindestens 800 von 1.000 möglichen ÖGNB-Qualitätspunkten.

Für die Gebäudebewertung in aspern Seestadt wurde ein eigenes System entwickelt, das sämtliche Qualitätskriterien der ÖGNB beinhaltet und gleichzeitig hinsichtlich der Nachweisdichte entlang der einzelnen Entwicklungs- und Umsetzungsphasen flexibler gehalten wird. Deshalb ist das vorliegende Qualitätsmonitoring-System für die Seestadt besonders für Wettbewerbsverfahren, aber auch für sämtliche anderen Phasen der Gebäudeentwicklung und Umsetzung geeignet. Zusätzlich dazu wurden sämtliche Standardvorgaben als Default-Werte ins Bewertungsverfahren eingespielt: Für die NutzerInnen bedeutet dies weniger Aufwand, da beispielsweise zahlreiche Nachweise zur Standortqualität bekannt sind und nicht individuell beigestellt werden müssen.

Ab März 2016: Systemerweiterung auf Nicht-Wohngebäude

Beginnend mit März 2016 wurde das System um die Bewertungslogik für Nicht-Wohngebäude erweitert. Dadurch können nun auch die folgenden Nutzungstypen die Vorteile der zentral beigestellten Nachweise und Defaultwerte nutzen: Bürobauten, Bildungsbauten, Hotellerie und Beherbergung, Veranstaltungsstätten, Verkaufsstätten sowie „sonstige Gebäude“.

Kooperationsprojekt zwischen wien 3420 AG und ÖGNB

Das hier vorliegende System zur Gebäudebewertung und Qualitätssicherung in aspern Seestadt wurde von der wien 3420 aspern development AG in enger Abstimmung mit der ÖGNB (vertreten durch das Österreichische Ökologie-Institut und die IBO GmbH) entwickelt. Die technische Umsetzung erfolgte durch die pulswerk GmbH. Die abschließende Plausibilitätsprüfung der Projekte erfolgt nach Bezahlung der anfallenden Schutzgebühr durch die ÖGNB. Grundsätzlich baut das System auf den Erkenntnissen eines gemeinsam abgewickelten Forschungsprojekts samt Pilotbewertung von Wohnbauten aus dem ersten Bauträgerwettbewerb bzw. Baugruppen-Verfahren in der Seestadt auf: mit dem Forschungsprojekt TQB monitor wurde das dynamisch veränderbare und anpassbare Gebäudebewertungssystem entwickelt und in der Anwendung getestet.

Gefördert vom BMVIT unter Inanspruchnahme von Fördermitteln der FFG

Das Forschungsprojekt zur Erstentwicklung des Systems wurde unter Inanspruchnahme von Fördermitteln des FTI-Programms Haus der Zukunft Plus umgesetzt. Haus der Zukunft Plus ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.

Haus der Zukunft FFG BMVITIBO Österreichisches Ökologie-Institut
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